Roadmap
Das hier ist eine Richtung, kein Versprechen. Was zuerst kommt, entscheidet sich daran, was Pilotgruppen im Alltag wirklich brauchen – nicht an dieser Liste. Manches davon wird vielleicht nie gebaut, anderes früher als gedacht. Ehrlich ist mir lieber als vollmundig.
Steht Schon nutzbar
Das ist heute in der App da und wird in der Pilotphase genutzt:
- Antrags-Tracker. Jeder Antrag hat einen sichtbaren Status – auch dann, wenn er über Verbandsgrenzen hinweg weitergereicht wird.
- Argumente mit Quellenpflicht. Faktische Argumente brauchen eine Quelle, Meinungen sind als solche gekennzeichnet.
- Durchsuchbare Beschlusslage. Bevor ihr einen Antrag schreibt, seht ihr, was es zum Thema schon gibt.
- Sitzungen mit Tagesordnung. Anträge hängen an konkreten Sitzungen, mit nachvollziehbarem Ergebnis.
- Abstimmungen. Ergebnisse werden festgehalten statt im Saal zu verpuffen.
- Studien und Belege. Quellen lassen sich als eigene Objekte hinterlegen und an Argumenten wiederverwenden.
- Datei-Ablage pro Gremium. Beschlussvorlagen, Protokolle und Belege hängen an der Gruppe oder am Beschluss – nicht an einer einzelnen Person. So bleibt das Wissen erhalten, auch wenn ein Vorstand wechselt. Bewusst kein allgemeines Datei-Hosting, sondern fest an Gruppen und Beschlüsse gebunden.
- Öffentliche Seite pro Organ. Eine schlichte, feste Seite pro Gremium – Name, ein paar Absätze, ein Bild und ein Formular „Anliegen melden“. Bürgerinnen und Bürger können darüber Probleme und Ideen einbringen, aus denen ein Antrag werden kann. Weil die Seite am Organ hängt und nicht an einer eigenen Website, braucht ihr dafür kein eigenes CMS – und sie übersteht jeden Vorstandswechsel. Ausdrücklich kein Website-Baukasten: ein festes Template, kein Bauchladen.
In Arbeit Gerade in Arbeit
Daran wird aktuell gebaut. Es knüpft direkt an das an, was die Demokratiemaschine heute schon kann:
- Live-Vorschau für Änderungsanträge. Vor der Abstimmung durchspielen, wie ein Antrag mit verschiedenen Änderungen aussähe – damit im Saal niemand mehr raten muss, worüber gerade abgestimmt wird.
Angedacht Weiter gedacht
Ideen, die weiter weg sind – teils vielleicht sogar eigene Produkte. Hier ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass es am Ende anders kommt.
- Intelligente Suche & Duplikat-Warnung. Eine Suche, die nach Bedeutung findet und nicht nur nach Stichwort – und die beim Einreichen warnt, wenn es zum Thema schon einen Beschluss gibt. Das trifft zwei alte Probleme auf einmal: Doppelarbeit und „gab’s das nicht schon mal?“. Falls es dazu je KI-Antworten gibt, dann immer mit Link auf den echten Beschluss – nie eine erfundene Position.
- Lebende Positions- und Beschlussdatenbank. „Was ist unsere Haltung zu X?“ als verlässliches Nachschlagewerk für Mandatsträger, Kandidatinnen und Pressesprecher. Zusammen mit den hinterlegten Studien und belegten Argumenten wird daraus eine wiederverwendbare Grundlage für gut belegte Aussagen.
- Mitgliederbindung zwischen den Parteitagen. Ganzjährige Arbeitsräume für Arbeitsgruppen, Mitgliederbefragungen und Urabstimmungen sowie ein Initiativrecht: Zeichnen genug Mitglieder ein Thema mit, landet es auf der Tagesordnung. Damit die Plattform auch dann relevant bleibt, wenn gerade kein Parteitag ansteht.
- Kompetenz-Routing. Mitglieder hinterlegen freiwillig, worin sie sich auskennen – damit die Juristin zur Rechtsfrage und der Sozialwissenschaftler zur Studienprüfung findet. Es geht ums Verbinden von Fähigkeit und konkretem Antrag, nicht um ein Mitgliederverzeichnis – und ausdrücklich nicht um eine Rangliste, wer am meisten beeindruckt.
- Entwürfe aus der Beschlusslage. Aus einer beschlossenen Position samt Quellen einen Entwurf für ein Posting oder eine Pressemitteilung vorschlagen. Die Gruppe entscheidet und gibt frei – der Mensch bleibt immer in der Schleife. Nur der Entwurf; Versand und Verteiler bleiben eure eigenen Werkzeuge.
- Statistik zu nicht behandelten Anträgen. Anträge, die aus Zeitgründen von der Tagesordnung fallen, verschwinden heute lautlos. Sie ließen sich stattdessen als „nicht behandelt“ markieren und auszählen – damit sichtbar wird, wie viel Vorarbeit regelmäßig in der Zeitnot untergeht, und die Gruppe daraus Konsequenzen ziehen kann.
Wo wir bewusst die Grenze ziehen
Nicht alles, was ginge, gehört hier hinein. Ein paar Dinge lassen wir absichtlich weg:
- Kein Bewertungs- oder Reputationssystem. Keine Bühne dafür, wer am meisten schreibt oder am beeindruckendsten wirkt – das würde genau die Dynamik belohnen, die wir loswerden wollen.
- Kein generisches Datei-Hosting, kein Website-Baukasten. Dateien und Seiten hängen an Gruppen, Organen und Beschlüssen – nicht frei im Raum.
- Kein Marktplatz für Ressourcen. Ein Verzeichnis von Fähigkeiten und Dingen („wer hat was“, bis hin zur Hüpfburg im Keller) fänden wir spannend – aber das wäre ein eigenständiges Projekt mit eigenen Fragen, kein Teil der Demokratiemaschine.
Fehlt euch etwas?
Stört euch die Reihenfolge oder vermisst ihr etwas ganz anderes? Genau dafür gibt es die Pilotphase: Pilotgruppen entscheiden mit, was als Nächstes gebaut wird. Schreibt uns.
Stand: Juli 2026. Diese Seite ändert sich, sobald sich die Prioritäten ändern.